Wer Blumen liebt, der mag auch Insekten, zumindest theoretisch, naja, die meisten…., einige auf jeden Fall. Im Herbst 2018 beschlossen wir, den Insekten unseres Gartens etwas Gutes zu tun! Schnell kam die Idee auf, ein Insektenhotel aufzubauen. Die angebotenen Insektenhotels in Baumarkt & Co. entsprachen allerdings nicht unseren Erwartungen – für UNSERE Insekten sollte es schon etwas Besonderes sein.
Die Planung
Wir zeichneten einen Bauplan auf einem DinA 4 Block und besprachen gemeinsam, wie wir uns das Insektenhotel vorstellen. Dann fuhren wir in den Baumarkt und kauften das Material. Hier verwendeten wir naturbelassenes Kiefernholz als einfache Bretter. Wegen der besseren Haltbarkeit und auch weil wir es hübscher fanden, kauften wir auch weißen und roten Lack für den Anstrich. Als Rückwand kauften wir eine einfache Holzplatte.
Weitere Vorbereitung und Bau
Nun kam der schönste Teil, wir fuhren in den Wald und sammelten Material. Hier kann man Vieles finden, das optimal für ein Insektenhotel ist: Tannenzapfen, Laub, kleine und große Äste und auch wunderbares, älteres Totholz. Zusätzlich suchten wir im Gartenhaus nach Dingen die wir gut brauchen konnten, sowas wie ein Kantholz, Heu oder, ganz klasse, Bambusstäbe. Während mein Mann also fleißig die Bretter sägte und alles zu einem Haus zusammenfügte, bereiteten meine Tochter und ich das Material zur Befüllung vor. Wir bohrten Löcher in die Kanthölzer, zersägten die Bambusstäbe und hölten diese aus, eine Arbeit die uns großen Spaß machte. Höhlräume wie die Bambusstäbe oder die Löcher in den Hölzern nutzen viele Hummel- und Bienenarten, wie zum Beispiel die Steinhummel. Wichtig ist hier, dass die Bohrungen sauber sind und lang genug. Weiterhin sollte es ein hartes Holz sein und die Bambusstäbe einen nicht zu großen Durchmesser aufweisen.
Weiterhin lackierten wir noch das Dach in Rot und die Vorderseite des Hauses sowie die Seitenteile in Weiß. Das Ergebnis gefiel uns richtig gut!
Befüllung und Endphase
Als letzten Schritt füllten wir unser gesammeltes und vorbereitetes Material in die einzelnen Fächer des Hauses. Es ist wirklich überraschend wie viel Zeug in so ein Insektenhotel reinpasst! Wir mussten mehrmals „nacharbeiten“ und weiteres Material ranschaffen, bis wirklich alle Fächer gut befüllt und wir zufrieden waren. Dann kam von Vorne noch ein Drahtgeflecht über die ganze Befüllung. Dieses dient dazu, dass nichts herausfällt und die Bewohner auch ein wenig „geschützt“ sind vor Besuchern wie zum Beispiel einem Specht oder anderen Vögeln.
Wow! Unser Insektenhotel!
Jetzt blieb uns nur noch der letzte Schritt, wir mussten den perfekten Platz im Garten finden. Es sollte für uns sichtbar sein, geschützt hängen und natürlich auch für die zukünftigen Bewohner sinnvoll hängen. Hier sollte man darauf achten, dass es nicht an der Wetterseite hängt und möglichst einen leichten Dachüberstand als Schutz hat. Wir entschieden uns für einen Platz direkt an unserem Gartenhäuschen, da wir es dort auch gut befestigen konnten und immer sehen können.
Fazit: Ein Spaß für die ganze Familie und ein Highlight für den Garten!