Warum ein Labrador?

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Gwendy Blumenwiese
August 2018

„Wenn wir einen Hund bekommen, dann nur einen RICHTIGEN und keine Fußhupe oder einen Pudel!“. Nichts gegen Pudel, ich mag Pudel sehr gerne und diese Aussage meines Mannes löste eine kurze Empörung bei mir aus. Aufgewachsen bin ich mit einem zuckersüßen, schwarzen Pudel, der 16 Jahre lang mein treuer Begleiter war. Dennoch, ein gestandener Mann mit einem Pudel an der Seite, das kann schon mal lustig wirken, das musste ich zugeben. Mit dieser Aussage starteten wir also nun unsere Suche nach dem richtigen Hund für unsere Familie.

Die Qual der Wahl

Ein entscheidendes Kriterium war also die Größe, ein Weiteres die Familientauglichkeit, denn meine Tochter war damals erst 5 Jahre alt. Wir wollten einen fröhlichen, verschmusten, sportlichen, menschen bezogenen, kuscheligen, unkomplizierten, lebensfrohen, leicht erziehbaren, intelligenten und ja, einfach einen Hund der zu uns passt! Leichter gesagt als getan, ein Hund ist ja kein „Ding“, das man anhand von Kriterien im Laden auswählt. Für viele Eigenschaften des Hundes ist man letztendlich selbstverantwortlich, sei es durch Erziehung oder durch die richtige Auswahl. Gerne wollte ich alles richtig machen und beschäftigte mich mit der Frage ausgiebig, welcher Hund es sein soll. Auch mit dem Thema Tierschutzhund habe ich mich selbstverständlich auseinandergesetzt. Ich empfinde größten Respekt und Bewunderung vor Tierschutzarbeit und hatte alle meine Kleintiere (Kaninchen, Meerschweinchen) immer vom Tierschutz. Dennoch entschieden wir uns in diesem Falle, wenn auch schweren Herzens, für einen Welpen von einem Züchter. Wir haben diese Entscheidung nie bereut, da wir den tollsten Hund der Welt für uns dort gefunden haben. Ich würde allerdings die Entscheidung, auch bei einem neuen Hund, wieder individuell treffen. Ein Hund vom Tierschutz wäre auch immer eine sehr gute Option.

Der Labrador und seine guten Eigenschaften

Ein Labrador Retriever ist bekannt für seine Familientauglichkeit, dies kann ich nur bestätigen. Allerdings sollte man bedenken, dass ein Labrador ein stattliches Gewicht erreichen kann und seine Begeisterung nicht immer unter Kontrolle hat. Daher kann es leicht passieren von ihm umgerannt oder umgewedelt zu werden – kleine Kinder könnten hier durchaus „Opfer“ werden, auch wenn der Labbi es nicht böse meint. Die Erziehung des Labradors ist, wenn sie vernünftig angegangen wird, auch im Vergleich mit anderen Rassen, einfach zu nennen. Durch seine Verfressenheit tut der „gemeine Labrador“ alles für Leckerlis und lässt sich daher gut führen. Er hat einen ausgeprägten „Will to please“, er möchte also immer gefallen, auch das hilft in der Erziehung sehr. Ob der Hund verschmust ist oder nicht, das zeigt sich anhand des individuellen Charakters, aber ich kenne wirklich viele Labbis für die Schmusen & Kraulen, neben dem Fressen, das liebste Hobby ist…

Labrador ist nicht gleich Labrador

Der Labrador ist generell ein sehr sportlicher Hund, dem Vorurteil, dass ein Labrador nur fett und gemächlich ist, sollte man keinen Glauben schenken. Wichtig ist sich vorab gründlich zu informieren, es gibt den Labrador Retriever nämlich in verschiedenen Zuchtausprägungen. Man unterscheidet hier zwischen Standardlinie und Arbeitslinie. Die Arbeitslinie hat eine wirklich sehr sportliche Ausprägung und braucht viel Beschäftigung, während der Labrador aus der Standardlinie sich schon eher als Hund für die Familie eignet. Trotzdem möchten beide gerne artgerecht gehalten werden und eine sinnvolle Beschäftigung bekommen, schließlich ist der Labrador eigentlich ein Jagdhund! Dummyarbeit wäre hier absolut zu empfehlen, eine Art professionelles, jagdlich orientiertes Apportieren, was Hund und Mensch sehr viel Spaß macht.

Die richtige Auswahl eines guten Züchters möchte ich ebenfalls allen ans Herz legen. Meidet billige Vermehrer und Welpen aus Kleinanzeigen, wenn ihr sicher sein wollt, dass hier keine Tierquäler am Werk sind. Eine gründliche Vorauswahl ist wichtig, hier wären der Labrador Club Deutschland oder der Deutsche Retriever Club eine gute Anlaufstelle.

Was wir an ihnen so lieben!

Nicht zuletzt zu nennen wären aber noch die typischen Eigenschaften, die jeden Labrador-Besitzer tagtäglich zum Schmunzeln bringen:

  • Seine Liebenswürdigkeit – er hört nicht auf zu wedeln!
  • Seite Verspieltheit -Spielen bis ins hohe Alter hinein….
  • Seine Verfressenheit – ohne Worte
  • Sein Haaren – nennen wir es Labradorglitzer…
  • Sie werden nie erwachsen- einfach süß!
  • Seine Intelligenz! Manchmal unheimlich…
  • Seine Treue
  • Seine Liebe zu dir

Achtung: Wer einmal labrafiziert ist kommt ein Leben lang nicht mehr davon los…!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Karin Wollmann

    Wunderbar zusammengefasst Heike! Ein Leben ohne Labrador ist denkbar, aber sinnlos;-)).

  2. Angela Mama von SOP Maxi

    Wunderbar einfach wunderbar

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