Die Kellie-Family

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Kellie

Nein, wir sind nicht langhaarig und können auch nicht besonders gut singen. Ehrlich gesagt können wir, bis auf meine Tochter vielleicht, gar nicht singen. Aber, wir können mit Stolz von uns behaupten total verrückt zu sein. Hundeverrückt. Das bedeutet soviel wie, man tut die beklopptesten Dinge für seinen Hund und findet es nichtmals besonders erwähnenswert. 

Als unser Hund vor einiger Zeit mit einer leichten Blasenentzündung Probleme hatte und ich dem Tierarzt eine Urinprobe abgeben sollte, da bekam ich ein riesengroßes Fragezeichen ins Gesicht… Wie im alles in der Welt soll ich denn eine Urinprobe vom Hund bekommen? Ich sah mich schon mit einem gekonnten Hechtbagger hinter den Hund springen, mit einem Urinbecher, um dort ein paar Tropfen des Ersehnten aufzufangen. 

Der rettende Tipp kam dann aus meiner „Hundegruppe“ (eine WhatsApp Gruppe in der ganz viele tolle Menschen mit Hunden von unserer Züchterin sind, und in der man sich gerne austauscht und wundervoll unterstützt). Man soll eine Suppenkelle nehmen und damit kann man recht entspannt bei einer Hündin das Urin auffangen und in den Becher füllen. Yeah, das war’s! Ich sortierte eine Kelle aus, die seitdem unsere offizielle Pipikelle ist, Spitzname „Kellie“. 

Jetzt ging der Spaß aber erst richtig los! Unser Hund war nicht geneigt, sein kleines Geschäft im Garten zu machen, während ich in ihrer Nähe „lauerte“ um mit Kellie etwas Urin aufzufangen. Sie tat gefühlt stundenlang einfach so, als müßte sie jetzt absolut gar nicht. Es wäre ja auch zu schön gewesen im Garten, aber es nützte nichts. Wir mussten also eine Runde drehen und Kellie mitnehmen, auch wenn es bescheuert aussieht mit einer großen Suppenkelle spazieren zu gehen. Als wir das das erste Mal gemacht haben, haben wir uns köstlich amüsiert und so entstand der liebevolle Name für unsere Familie: „Die Kellie-Family“ !

Es funktioniert aber wirklich extrem gut und mittlerweile sind wir richtige Kellie-Profis, da wir regelmäßig den Urin kontrollieren müssen. Auch die Steigerung mit den PH-Teststreifen unterwegs kann uns keinen Schweiß mehr auf die Stirn treiben, dank Kellie alles kein Thema. Eine absolute Empfehlung also für diese Methode, soll auch bei Rüden gut funktionieren, habe ich mir sagen lassen ;-).

Kellie darf aber seitdem nicht mehr ins Haus – sie hat leider Haus(ver)bot.

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